Das W-LAN Manifest 


Ein Wireless-Local Area Network (W-LAN) ist kein Businessmodell 
fuer die pausenlosen, lebenslangen Immernetze IBMgesteuerter 
Flachhierarchien zur Effektivitaetssteigerung des Output 
Kreativen Potenzials im e-Commerce. 

Sie wollen kein Second Home ("kleines Heimnetz") evozieren in 
dem man sich von den Muehen des Digitalen Alltags ausruht, um 
seinem Hobby Geschenkoekonomie nachzugehen. Ihr utopistisches 
Moment liegt nicht im "Vernetzen" relais-artig verschalteter 
Communitys auf lokalem und translokalem Level. Sie koennen nur 
luxurioes funken und Antennen be-Rauschen. Feiern wir das Aether 
Revival! Eine Gigahertzfrequenz ist schoener als ein Kuenstler 
aus Lagos. 

Zum destruktiv potlatchartigen Ueberfluss der kabellosen 
Netzwerke gehoert der Impetus einer abgeklaerten Connectivity, 
der es nicht mehr egal sein kann, ob es sich um ein 
stillgelegtes Backbone oder die Zonengrenze vom Opal-Gebiet 
handelt.

W-LANs sind No-Service, sie betreiben ihr eigenes Insourcing. 
Wir spielen LANs pour LANs statt l'art pour l'art und 
installieren im Funshop den Access Point zum Counterstrike 
gegen die grosze LAN-Party der reduktionistischen Trennung von 
Management und Produzentin. 

Funky Netzwerke sind das Public-Private Interface im 
Stealth-Modus unterhalb aller Selbstkontrolle. Und wenn sie 
auch nicht mehr sind als Guerillapfade im staatsmafioesen 
Infobahn-Dschungel. Und wenn sich auch die letzten 5 Jahre 
nichts veraendert hat. 

Nutzen wir die nexten 3 Minuten! 

Kassel, 5.7.2002